Dynamische oder statische Webseite?

Geschrieben von Georg Lassnig
Hauptkategorie: E67-ITS Blog
on 01 Juni 2014
Zugriffe: 7573

Statische Webseite

  Eine statische Webseite wird meist komplett in HTML geschrieben. Jede Seite ist eine separate Datei, in der alle Informationen über Formatierung und der Inhalt enthalten sind. Es gibt keine Datenbanken oder externe Dateien die diese Informationen zwischen speichern oder vorhalten. Dies bedeutet, dass jede Änderung an einer Seite direkt im HTML-Code vorgenommen werden muss. Sofern Sie diese Arbeiten selbst erledigen möchten, ist es hilfreich einen entsprechenden HTML-Editor mit Vorschaufunktion (WYSIWYG - What You See Is What You Get) zu verwenden - dennoch sind HTML-, CSS-Grundkenntnisse auch dabei von Vorteil - oder einen Web-Entwickler gegen Honorar mit dieser Aufgabe beauftragen. Für Seiten, an denen nur sehr, sehr selten kleinere Änderungen vorgenommen werden völlig ausreichend. Wenn aber regelmäßige Änderungen zu erwarten sind, kann es sehr schnell äußerst aufwendig und kostenintensiv werden.
 

 Dynamische Webseite

 Eine dynamische Webseite enthält einen komplexeren Code wie z.B. PHP, CGI oder Ruby on Rails usw. und bieten dem Benutzer einen hohen Grad an Funktionalität. Viele dynamische Webseiten werden durch ein CMS (Content Management System) verwaltet, welche über ein Backend (Administrationsbereich) verwaltet werden. Dies bedeutet, dass Sie Ihre Seite ganz ohne HTML-Kenntnisse verwalten und aktualisieren können. Jede Seite wird dabei durch Aufruf im Browser vorher dynamisch generiert und angezeigt, wobei sich die benötigten Daten in einer Datenbank oder externen Datei befinden. Die Inhalte die Ihre Webseite verwendet, werden dabei direkt im Backend erstellt, bearbeitet und verwaltet.
 

Für was sollte man sich entscheiden

 Ausreichende Hosting-Pakete gibt es heute schon - je nach Anbieter - für 3 bis 5 Euro/Monat, inklusive eigener Domain, E-Mail-Verwaltung, ftp Zugriff sowie PHP und Datenbank Unterstützung. Daher entscheiden sich immer mehr Interessierte für ein CMS, weil es schon nach einer kurzen Einarbeitungszeit den Verwaltungsaufwand erheblich reduziert. Außerdem lassen sich die meisten Content Management Systeme mit sogenannten Komponenten, Modulen oder Plugins für alle möglichen Bedürfnisse anpassen. Dabei spielt es kein Rolle ob Sie Ihr Unternehmen, Gewerbe, einen Verein oder einfach nur als Privatperson Ihre Familien-, Urlaubsfotos in einer Galerie präsentieren möchten. Die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

 Viele Content Management Systeme werden in Open Source Projekten entwickelt und stehen unter einer freien Lizenz wie der GNU General Public License (1)Version 2 bzw. (1)Version 3 (GPL) oder der GNU Lesser General Public License (1)Version 2.1 oder (1)Version 3 (LGPL) bzw. ähnlichen Lizenzen und stehen daher kostenlos zur Verfügung.

 Aufgrund der Großen Anzahl an Content Management Systemen und ihrer verschiedenen Einsatz- und Erweiterungsmöglichkeiten, sollten Sie eventuell einen Web-Entwickler heranziehen und mit ihm Ihre Vorstellungen und Ziele besprechen. Dieser kann Ihnen dann ein CMS empfehlen, welches Ihre Erwartungen erfüllt.


(1) Die Links verweisen auf die inoffiziellen deutschen Übersetzungen dieser Lizenz auf http://www.gnu.de/.


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